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Chronik

Wolfgang Wirth

 

Gott bewahre uns vor Feuer und aller Gefahr

Brandfälle und Brandschutz in Fridingen

 

 

Blickt man auf die Fridinger Altstadt, sticht als erstes ihre enge Bauweise ins Auge, Haus steht direkt an Haus, die Baumaterialien sind Holz, Reisig, Stroh. Oft fehlen stabile Scheidegiebel, meist waren das nur Rutengiebel, die mit Lehm und Dreck verstrichen waren. Wohn- und Landwirtschaftsbereich sind aneinander gebaut, nur dünne Holzwände trennen Scheune, Oberten und Bühne.

Der Herd hatte eine offene Feuerstelle, offenes Feuer von Kienspan, Kerze, Laterne, Fackel oder Talglicht war jahrhunderte lang die einzige Lichtquelle im Haus, und zugleich immer auch eine große Gefahrenquelle. Wasser war Mangelware, es musste mühsam von Hand aus einigen Zieh- oder Pumpbrunnen im Ort gefördert und ins Haus getragen werden.

Immer lastete die Angst vor einer Feuersbrunst drückend über der Stadt und ihren Bewohnern. Kaum etwas erschreckte die Menschen in früheren Zeiten mehr, als wenn der Ruf „Feurio, Feuer“ schauerlich durch die engbebauten Gassen gellte und die Kirchenglocken mit dumpfem, unheilvollem Klang den Ausbruch einer Feuersbrunst verkünden mussten, der die Menschen früher zumeist sehr hilflos gegenüber standen.

Zu allen Zeiten hat der Mensch versucht, sich mit den ihm gerade zur Verfügung stehenden Mitteln vor den Gefahren des Feuers zu schützen. Das reichte in einer langen Entwicklungsgeschichte vom einfachen Feuereimer aus Stroh, Holz oder Leder , seit der Mitte des 18. Jahrhunderts aus Leinen, über die ersten Schläuche aus Leder, Hanf oder Leinen und primitiven Hand- und Stockspritzen des späten Mittelalters bis hin zu unserer heutigen Technik.  

Besonders im 19. Jahrhundert, dem Zeitalter der Industrialisierung, vollzog sich eine rasante Entwicklung im Maschinenbereich, die selbstverständlich auch in der Feuerwehrausrüstung ihren Niederschlag fand. Mit der Erfindung der Motorfeuerspritze legte Gottlieb Daimler im Jahr 1888 den Grundstock für die heutigen motorgetriebenen Feuerwehrspritzen und die modernen Einsatzfahrzeuge.

Schon im 18. Jahrhundert begegnen wir strengen Bauvorschriften, Feuerschauern und ersten Einsatzplänen für die Löscharbeiten, die helfen sollten, Brände zu verhindern und das Hab und Gut der Menschen zu schützen. Im 19. Jahrhundert folgen weitere Vorschriften, Löschmannschaften werden gebildet und erste Brandschadensversicherungen entstehen.

Im Folgenden nun der Versuch, die Brände in Fridingen chronologisch aufzulisten und parallel dazu die Entwicklung des Brandschutzes und die nun 125-jährige Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Fridingen darzustellen.



Die Gesamte Chronik ist im Band 23 der "Gesammelten Aufsätze zur Fridinger Geschichte" des Fridinger Heimatkreises erschienen.
Dieser ist gegen einen kleinen Unkostenbeitrag über den Heimatkreis zu beziehen




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