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Großbrand Fa. Häberlen Tuttlingen - 06.09.2009 03.09 Uhr


Großbrand: Tuttlinger Firma brennt ab - Millionenschaden  

 

Bei einem Großbrand heute Nacht entstand in Tuttlingen Millionenschaden. Das Feuer war kurz nach 3 Uhr auf dem Gelände der auf Verpackungen spezialisierten Firma Häberlen und Börsig ausgebrochen. Das Betriebsgebäude an der Stockacher Straße brannte dabei nieder. Inzwischen hat sich die Situation aber wieder entspannt, nur die Stockacher Straße ist noch für den Durchgangsverkehr gesperrt.

In Tuttlingen herrschte stundenlang der Ausnahmezustand. Nach einem Großbrand bei der Firma Häberlen und Börsig in der Stockacher Straße waren 160 Feuerwehrleute bis in den Nachmittag mit Löschen beschäftigt.

 

Weil die Stockacher Straße als Durchgangstraße und vor allem als Umgehung der B 14 im Zuge der Baumaßnahmen zum Kreuzstraßentunnel wegen der Löscharbeiten nicht mehr zur Verfügung stand, musste der Verkehr der B 14 weiträumig über Neuhausen ob Eck umgeleitet werden. 

Weil viele Ortskundige über die parallel zur Stockacher Straße verlaufenden Liptinger Straße fahren wollten, auch um den Brand zu sehen, kam es auf dem gesamten Straßenverlauf zu einer Verkehrsstockung, weshalb die Polizei auch dort regelnd eingreifen musste, denn die Liptinger Straße musste als Notzufahrt in die andere Stadtteile offen gehalten werden. 

Um 3.09 Uhr hatte ein Passant zunächst Feuer bei Lidl gemeldet. Als die Rettungskräfte wenige Minuten danach eintrafen, brannte aber das Gelände der Firma Häberlen und Börsig bereits lichterloh. Das Betriebsgebäude brannte ganz ab, es entstand Schaden in Höhe von mehreren Millionen Euro, so Polizeisprecher Wolfgang Schoch. Bei Häberlen und Börsig wird Holz verarbeitet und Verpackungsmaterial hergestellt. Zu der Firma gehören ein Sägewerk, ein Holzhandel und ein Abbundzentrum.

161 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Retter standen unter großem Druck. Als sie eintrafen, brannten die Flammen bereits meterhoch und oberhalb des Betriebsgeländes steht eine Tankstelle mit einem Flüssiggastank. Es drohte eine Explosion. DRK-Mitglieder evakuierten deshalb heute Nacht sofort 112 Menschen aus ihren Wohnungen. Tankstelle und Gastank konnten zum Glück vor den Flammen gesichert werden.

Von dem Brand betroffen war auch ein Lagergebäude der Firma Lidl, ebenfalls in direkter Nachbarschaft, das Dach und die angrenzende Außenwand seien beschädigt worden, sagte Polizeipressesprecher Wolfgang Schoch. Beschädigt durch den Brand wurde auch ein angrenzendes, nicht mehr bewohntes Wohnhaus.

Unmittelbar verletzt wurde niemand. Ein Feuerwehrmann wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Auch zwei der evakuierten Bewohner kamen vorsorglich in die Klinik. Weitere Menschen kamen nicht zu Schaden. 

Die Brandursache ist noch ungeklärt, die Ermittlungen laufen. Zunächst war zu hören, es werde von fahrlässiger Brandstiftung ausgegangen. Polizeisprecher Schoch stellte klar, dass noch überhaupt keine Erkenntnisse vorliegen. Die Staatsanwaltschaft habe bereits einen Brandsachverständigen angeforderten, sagte Polizeisprecher Schoch. Er werde mit Kollegen der Kriminaltechnik das Brandgelände begehen.

Insgesamt waren mehr als 200 Rettungskräfte im Einsatz. Davon 161 von der Feuerwehr aus Tuttlingen, den Nachbargemeinden sowie Spaichingen und Emmingen-Liptingen, 50 DRK-Mitglieder, darunter die Schnelle Eingreiftruppe, 16 des Technischen Hilfswerks, 15 Polizeibeamte und fünf Kräfte des Notfallnachsorgedienstes.

Einsatzbericht der Feuerwehr Tuttlingen

Einsatzbericht der Feuerwehr Spaichingen

Einsatzbericht der Feuerwehr Emmingen-Liptingen

 

                   

                   

                   

                   

                   








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