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Dachstuhlbrand Renquishausen 03.02.2007 - 10.25 Uhr


Bei einem Brand ist am Samstag im ehemaligen Gasthaus Hirschen Sachschaden von rund 100 000 Euro entstanden. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr bemängelt indes die schlechte Versorgung des Ortes mit Löschwasser. "So schlecht ist es sonst nirgends", sagt Kreisbrandmeister Martin Hagen.

Um 9.55 Uhr meldete der Bewohner des ehemaligen Hirschen Feuer bei der Leitstelle. Das Feuer entstand aus bisher ungeklärter Ursache im ersten Obergeschoss und breitete sich dann schnell zum Dachstuhl hin aus. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Renquishausen waren innerhalb von fünf Minuten am Einsatzort und wurden dann kurze Zeit später von der Kolbinger Feuerwehr unterstützt.

Einsatzleiter Ernst Heinemann forderte nach Einschätzung der Lage die Feuerwehr aus Mühlheim und Fridingen zur Unterstützung an. Das neue Feuerwehrauto von Mühlheim verfügt über eine Drehleiter von der aus der Dachstuhl gelöscht wurde. Es war der erste Einsatz für das neue Fahrzeug aus Mühlheim. Der Einsatzleiter erläuterte : "Die Feuerwehr Fridingen wurde nur vorsorglich angefordert. Da die Wasserversorgung im Ort bei Großbränden nicht ausreichend ist, müsste bei Bedarf eine Leitung zum 1,5 Kilometer entfernten Nachklärbecken aufgebaut werden."

Dass auf dem Heuberg Löschwasser aus dem Tal heraufgepumpt werden muss, ist in vielen Orten normal. "Allerdings", sagt Kreisbrandmeister Martin Hagen, "sind die Pumpen nirgends so schwach wie in Renquishausen." Sie liefern 400 bis 600 Liter pro Minute. "Gebraucht hätten wir aber das Drei- bis Vierfache", so Hagen. Zumal es in Renquishausen für solche Fälle keinen Hochbehälter gibt. Das war besonders kritisch, als das Feuer drohte, auf benachbarte Gebäude überzugreifen. Wegen der bestehenden Gefahr wurden auch die Wehren aus Mühlheim und Fridingen nachalarmiert.

Dennoch bekamen die Wehren den Brand zügig unter Kontrolle, was wieder einmal die sehr gute Zusammenarbeit der Feuerwehren Renquishausen und Kolbingen beweise. "Es klappte alles bestens", meinte Ernst Heinemann.

Die Löscharbeiten zogen sich bis in den späten Nachmittag hin. Kreisbrandmeister Martin Hagen und die Polizei Tuttlingen waren vor Ort. Der Einsatz wurde vom Deutschen Roten Kreuz Renquishausen unterstützt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Ortsdurchfahrt musste mehrere Stunden gesperrt werden.

(Quelle: www.szon.de)


       

       






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