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Buchvorstellung

Fridingen arbeitet seine Geschichte auf

FRIDINGEN (hw) Die Reihe "Gesammelte Aufsätze zur Fridinger Geschichte" ist nun auf insgesamt stolze 2969 Seiten angewachsen. Das hat Arbeitskreisleiter Wolfgang Wirth im Scharfeck bei der Vorstellung von Band 23 berichtet.

Der Heimatkreis Fridingen und die Freiwillige Feuerwehr Fridingen hatten gemeinsam zur Buchvorstellung eingeladen.

Wirth berichtete vor zahlreichen Gästen und Feuerwehrmännern, zur Finanzierung hätten besonders die Förderer und Sponsoren beigetragen, denen der Arbeitskreis zu großem Dank verpflichtet sei.

Kreisbrandmeister Martin Hagen stellte den Hauptteil des neuen Bandes, der das Werden und Wirken der nun 125 Jahre alten Freiwilligen Feuerwehr Fridingen beleuchtet, vor. Hagen betonte, dass die Feuerwehr etwas Besonderes und die älteste Bürgerinitiative sei. Sie genieße hohes Ansehen in der Bevölkerung und erfülle mit ehrenamtlichem Personal wichtige und unverzichtbare öffentliche Aufgaben.

Etwa ab dem Jahr 1700 gebe es auch in Fridingen erste Hinweise auf ein geordnetes Feuerlöschwesen, das Hagen umfassend darstellte. Der Leser finde hier eine Fülle an interessanten und bisweilen auch überraschenden Details zur Feuerwehrgeschichte und zu den Bränden in Fridingen. Das große Lob des Kreisbrandmeisters galt Wolfgang Wirth als Autor des Aufsatzes, der in etlichen Archiven viel Wissenswertes zusammengetragen habe.

Viel Unbekanntes entdeckt

Die einzelnen Autoren haben, so erläuterte Wirth, auch in weiteren fünf Aufsätzen wieder viel Unbekanntes und längst Vergessenes aus dem Dunkel der Geschichte ans Licht geholt. Martin Schnell und Wolfgang Wirth stöberten für die "Streiflichter" in etlichen Archiven und entdeckten dabei unter anderem Berichte über einen Kindesmord in der Donau und eine Massenschlägerei in der Krone mit über 300 Beteiligten.

Der Fridinger Museumsleiter Dr. Armin Heim beleuchtet in zwei Aufsätzen das Schicksalsjahr 1806, als Fridingen württembergisch wurde. Unter anderem lässt er dabei auch ein Exponat des Fridinger Heimatmuseums seine interessante Geschichte erzählen. Wolfgang Wirth entdeckte im Staatsarchiv Sigmaringen, dass die Wirtschaft Scharfeck jetzt 150 Jahre alt ist. Die Geschichte der Wirtschaft, die eng mit der Geschichte der Künstlerfamilie Bucher verknüpft ist, weise auch schwere Zeite auf.

Hans Hamma steuerte einen Aufsatz in Fridinger Mundart mit Erinnerungen an seine Jugend bei, damit will der Arbeitskreis alte Wörter aus dem Fridinger Dialekt im Bewusstsein halten.

Wolfgang Wirth überreichte dann die ersten Exemplare des neuen Bandes an Kreisbrandmeister Martin Hagen, den stellvertretenden Fridinger Feuerwehrkommandanten Franz-Josef Hamma und Scharfeck-Wirtin Marion Börstinghaus.

Abschließend dankte Franz-Josef Hamma als stellvertretender Kommandant im Namen der Feuerwehr Fridingen, zum krönenden Abschluss des Festjahres allen Beteiligten für ihren großen Einsatz. Sein besonderer Dank galt Wolfgang Wirth, der die große Ausstellung "Feuer und Flamme" zum Jubiläum konzipiert und erarbeitet hatte und jetzt auch diese Ergebnisse mit vielen bisher unveröffentlichten Fotos im neuen Band festhält.




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